„Die Nazis müssen den Widerstand spüren“

Bündnis lädt zu buntem Protestprogramm gegen Neonazis am 22. Juni ein

Mit einer Vielzahl von Aktionen wenden wir uns am 22. Juni gegen einen geplanten Aufmarsch von Neonazis in Merseburg. Unter dem Motto „Merseburg stellt sich quer“ ist geplant, den Aufmarsch mit friedlichen Mitteln zu behindern und zu zeigen, dass Neonazis nicht willkommen sind. Dazu laden wir Menschen, die dieses Anliegen mit uns teilen, herzlich ein.

2013-06-22Flyer-querÜber 200 Institutionen, Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch Oberbürgermeister Jens Bühligen, der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert, Vereine, Verbände und Initiativen rufen gemeinsam mit uns zu Protesten auf. Konsens aller im Merseburger Bündnis gegen Rechts zusammenarbeitender Menschen ist der friedliche und gewaltfreie Protest gegen Neonazis.

Nach derzeitigem Kenntnisstand beabsichtigen die Neonazis, sich ab 12.00 Uhr am Merseburger Bahnhof zu versammeln. Erfahrungsgemäß ist mit dem Beginn ihres Aufmarsches frühestens zwischen 13.00 und 13.30 Uhr zu erwarten.

Unter dem Motto: „Merseburg stellt sich quer – gemeinsam gegen den Neonaziaufmarsch am 22. Juni“ sind folgende Programmpunkte geplant:

  • Ab 11.00 Uhr beginnt auf dem Bahnhofsvorplatz ein Bühnenprogramm mit Livemusik und jede Menge Unterhaltung. Hier wird den Neonazis gleich zur Ankunft  klargemacht, dass sie nicht willkommen sind. Von dort aus starten wir später mit einer Demonstration unter dem Motto „Merseburg stellt sich quer“.
  • Ab 12.00 Uhr werden u.a. entlang der König-Heinrich-Straße sowie auf der Bahnhofstraße, Burgstraße, Entenplan und Teichstraße unterschiedliche Kundgebungen und Infostände stattfinden. Hier ist für jede Altersgruppe etwas dabei. Mit lauten Beats à la „Nazis wegbassen!“ über politische oder geschichtsorientierte Angebote wird überall in der Innenstadt zum Mitmachen, Flagge zeigen und Farbe bekennen eingeladen.
  • Ab 14.00 Uhr findet in der König-Heinrich-Straße eine Sonderstadtratssitzung unter freiem Himmel statt.

Eine Karte mit Kundgebungsorten, Demonstrationsrouten, etc. wird vom Merseburger Bündnis gegen Rechts rechtzeitig online und auch vor Ort bereitgestellt.

Informationsmöglichkeiten:

Aktuelle Informationen, den Aufruf zum 22. Juni und Gelegenheit, diesen zu unterzeichnen: www.merseburg-gegen-rechts.de
Facebook-Seite des Merseburger Bündnis gegen Rechts: www.facebook.com/MerseburgGegenRechts
Twitter-Kanal von „MER stellt sich QUER“ (am 22. Juni mit live-Informationen zum Demonstrationsgeschehen in der Merseburger Innenstadt): www.twitter.com/MERquergestellt

Neben den genannten Aktionen werden an diesem Tag noch weitere Ideen in der Innenstadt für Überraschung sorgen. Darüber hinaus sind alle eingeladen, mit Kreativität und Ideenreichtum ihren Protest gegen Rechts in Merseburg kundzutun. Mit unseren gemeinsamen Aktivitäten wollen wir den Neonazis die Lust an Aufmärschen in Merseburg und anderswo nehmen.

O-Töne aus dem Bündnis dazu:

Hannelore Kraya vom Koordinierungskreis des Bündnisses meint dazu: „Dass die Nazis das Gedenken an den Aufstand des 17. Juni für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen, werden wir nicht hinnehmen.“

Dr. Barbara Kaaden, Bürgermeisterin und ebenfalls Mitglied im Koordinierungskreis, ergänzt: „Wer unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Demokratie abschaffen und Grundrechte mit Füßen treten will, wie Neonazis das tun, gegen den gehen wir auf die Straße. Friedlich und kreativ aber mit dem festen Willen, uns von Neonazis nicht einschüchtern zu lassen.“

Dietrich Altmann, ebenfalls im Koordinierungskreis, fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, sich am 22. mit auf den Weg zu machen: „Die Nazis müssen den Widerstand spüren, der ihnen in Merseburg entgegenschlägt. Beteiligen Sie sich deshalb an den Protesten und Aktionen!“

Sebastian Striegel, Landtagsabgeordneter und Koordinierungskreismitglied betont: „Es ist unser Recht, am 22. Juni für Demokratie und gegen Neonazis auf die Straße zu gehen. Wir wollen mit vielfältigen und friedlichen Mitteln den Aufmarsch der Neonazis behindern. Dazu gehören für uns auch Mittel des zivilen Ungehorsams.“

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