Merseburger Bündnis gegen Rechts gründet sich am 10. Mai 2012

Podiumsdiskussion zum Umgang mit Neonazis // Aufruf zur Unterstützung und Mitarbeit

Der vielfältige und breit getragene Protest gegen den Neonaziaufmarsch im Juni 2011 in Merseburg sollte keine Eintagsfliege sein, da waren sich alle Beteiligten einig. Aus den anlassbezogenen Ad-hoc-Strukturen vor Ort sollte mehr entstehen, um zukünftiges Engagement für Demokratie zu stärken und die offensive Auseinandersetzung mit Neonazismus in den Mittelpunkt zu rücken. Der rassistisch motivierte Angriff in Mücheln (Geiseltal) hatte darüber hinaus das Ausmaß und die Gefahr rechter Tendenzen auch im Saalekreis jüngst wieder sehr praktisch verdeutlicht.

Ein BürgerInnen-Bündnis, in dem sich mehr als ‚die üblichen Verdächtigen‘ wiederfinden, ist Ziel derer, die sich auch in den vergangenen Monaten regelmäßig getroffenen haben und Zeit und Energie in die Erarbeitung eines Gründungsaufrufes sowie die Planung einer Podiumsveranstaltung investiert haben. Der Aufruf steht zur Mitunterzeichnung online und die Veranstaltung ist geplant. Unter dem Motto: „Zwischen Ignorieren und Verbieten. Merseburg, nun sag doch mal!“ werden am 10. Mai 2012, 19.00 Uhr im Kunsthaus Tiefer Keller (Merseburg) VertreterInnen der Stadtverwaltung, der Polizei und zivilgesellschaftliche Bündnismitglieder mit interessierten Gästen über einen geeigneten Umgang mit Neonazis in Merseburg und Umgebung diskutieren. Für einen Impulsvortrag und als Diskussionsteilnehmer konnte zudem der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröder gewonnen werden, der weit über die Grenzen der thüringischen Stadt hinaus für sein Engagement gegen Neonazis bekannt geworden ist.

Die Veranstaltung ist die offizielle Gründungsveranstaltung des Merseburger Bündnisses gegen Rechts.

Danach geht die eigentliche Arbeit erst richtig los. Die zukünftige Struktur des Bündnisses ist dabei noch offen und soll erst noch gemeinsam mit weiteren Beteiligten entwickelt und ausgestaltet werden. Interessierte und engagierte BürgerInnen und Institutionen, die sich mit dem Gründungskonsens des Bündnisses identifizieren können, sind jederzeit herzlich eingeladen, sich einzubringen und teilzuhaben.

Einladungsplakat (PDF)

Einladungsflyer (PDF): Vorderseite / Rückseite

Ausschlussklausel:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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